Die Dominikanische Republik - ich glaube jeder
hat da die Vorstellung: blauer Himmel, weiße Strände,
endloses Meer - das Paradies einfach. Ja, und so ist es fast auch - ein
Paradies mit kleinen "Macken".
Das Ankommen
Zuerst ist natürlich alles erst mal sehr
aufregend. Eine große und, wie mir meine Vermieterin auch gleich
mitteilte, gefährliche Stadt. Wie bewege ich mich - nicht nur mit
den "Öffentlichen" (carros publicos), sondern auch wie verhalte
ich mich, ohne gegen gewisse kulturelle Regeln zu verstoßen, wie
kann ich mich verständigen (auch ich hatte das Problem sozusagen
fast direkt aus Spanien zu kommen, und war nicht darauf vorbereitet,
daß man statt eines rollenden RRRRR ein L sprechen kann ;-)), wie
begegne ich den Menschen, der neuen Kultur - alles sehr spannende
Fragen, die mich zusätzlich zu dem netten Winterklima sehr
fasziniert haben. Hinzu kommt, daß die Domis generell sehr
hilfsbereit sind. In einem Satz: der Anfang ist einfach klasse, macht
tierischen Spaß.
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Obstverkäufer in Santo
Domingo
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Land und Leute
Die Sonne scheint, es ist (fast) immer angenehm
warm, alles erscheint sehr sorglos, sehr gelassen, das Leben scheint
auch ohne strenge Regelungen zu funktionieren. Ich konnte mich sehr
schnell an dieses stressfreie Leben gewöhnen, und habe es auch
sehr genossen. So gefährlich wie manche Leute erzählten ist
Santo Domingo nun auch wieder nicht. Ein paar Regeln muß man
natürlich einhalten wie z.B.
nachts (bei Dunkelheit) nicht mehr zu Fuß gehen, sondern ein Taxi
rufen
(nicht von der Straße - es könnte auch kein Taxi sein),
Wertsachen
nicht offen zur Schau stellen usw. Auch die Fahrt mit den
"Öffentlichen" macht nach ein paar Tagen richtig Spaß,
natürlich aber nur, da man weiß, daß man in ein paar
Monaten wieder mit der guten alten U-Bahn fahren kann, mit viel, viel
Platz für sich selbst und vor allem für die Beine. Die Domis
sind alle sehr nett, sehr freundlich, manchmal aber auch zu freundlich,
speziell wenn man als Frau alleine unterwegs ist. Hier heißt es
dann sich abgrenzen lernen, was manchmal sehr nervig und
anstrengend sein kann. Abstoßend habe ich die Armut und die
Prostitution empfunden, die es hier leider in allen erdenklichen
Varianten gibt. Schade auch, daß die Domis so wenig zu ihrer
eigenen Kultur stehen, sondern generell alles, was aus den USA kommt,
als erstrebenswert ansehen.
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Dominikanische Familie
unterwegs
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Die Arbeit in der Kammer
Thomas ist echt ein netter Chef und wir
haben uns wunderbar verstanden. Wenn man ein bißchen Interesse an
der Kammer, ihren Aufgaben, dem Land usw. hat, ist das der richtige
Platz, um sein Praktikum zu absolvieren. Klar gibt es auch mal Zeiten,
in denen es ein bißchen stressiger ist, aber alles in allem gibt
es nur nette Erfahrungen. Schön auch, daß Thomas sehr
großzügig ist, und mir die Möglichkeit gegeben hat, an
den verschiedensten Veranstaltungen teilzunehmen. (und ich bin da als
Praktikant sicherlich keine Ausnahme gewesen.) So z.B. bei der Messe
"un dia con Europa", Weihnachtsfeier der Botschaft, einer Tagung
über Entwicklungsarbeit des eed usw.
Man sollte sich allerdings bewußt sein, daß man als
einziger Praktikant in der Kammer evtl. auch viel freie Zeit alleine
verbringen kann.
Mir haben die Abende, an denen im Centro
Dominico-Alemán (hier befindet sich die Kammer) Filme gezeigt
wurden oder andere Veranstaltungen waren, immer sehr viel Spaß
gemacht. Natürlich liegt das Durchschnittsalter bei solchen
Gelegenheiten nicht unbedingt bei 25, aber wenn man das außer
acht läßt, kann man hier sehr nette Abende erleben.
Ansonsten bin ich eigentlich jedes Wochenende raus aus der Stadt, um
ein bißchen den "Rest" der Insel zu erkunden. Hier ein paar Tips:
Nette Ecken
- Cabarete: Ist am Anfang sehr zu
empfehlen, da man hier eigentlich nix falsch machen kann. Viele junge
Leute, die zumeist surfen und Parties feiern. Ganz nett, hat aber nicht
ganz so viel mit dem Rest der Insel zu tun.
- Sosua: Landschaftlich sehr nett.
Nettes bergiges Hinterland.
- Puerto Plata: Gute Eisdiele am
Parque Central. Nachts ist es sehr schön am Malecón.
- Luperon: Kleines Fischerdorf ohne Touristen. Wie
mir schien sehr ursprünglich. Auf dem Weg nach Luperon gibt es
leckeren Fisch am Straßenrand zu kaufen.
- Samana: Las Terrenas hat mir soweit am besten
gefallen. Alleine die Fahrt mit dem Bus ist super. (hinten auf
´nem Pick-up - macht super Laune) Es gibt diverse nette
Strände hier. Der schönste ist wohl Playa Rincon in der
Nähe von Las Galeras. Las Galeras selbst ist eher langweilig und
teuer. Sehr schön auch die Wanderung zum Wasserfall. Und besonders
zu empfehlen: Whale watching.
- Bayahibe: Nettes beschauliches kleines Nest zum
entspannen. Strand nicht so groß, aber alles sehr relaxed. (nur
2,5 Stunden mit dem Bus von Santo Domingo)
- Barahona: Hat mir sehr gut gefallen, dauert nur
ein bißchen bis man dort ist. Kaum Touristen, da die Küste
keinen weißen Strand aufweist. Menschen sehr freundlich, und der
Wochenmarkt ist echt spitze.
- Lago Enriquillo: Wenn man die Zeit hat, unbedingt
empfehlenswert. Und wenn man das Geld hat, unbedingt auf die Insel
fahren.
- Und das beste zum Schluß: Pico Duarte: Falls
Du im Januar/Februar in der DomRep weilst, unbedingt Walter fragen, ob
er wieder eine Tour auf den Pico macht. Das ist Karibik mal ganz anders
und
macht mächtig Spass.
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Lagerfeuer am Pico Duarte
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